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Wenn wir Kindern helfen zu erzählen, dann helfen wir ihnen,

diese Welt für sich zu ordnen. Es ist ein Glück miterleben zu

dürfen, wie Geschichten im Kreis von Kindern, angeleitet von

einer/m Erzähler/in entstehen. Aus einer kleinen Frage „Ja,

und wo soll unsere Geschichte beginnen?“ entspinnt sich eine

vollständige und phantastische Welt. Die Aktivität steigt.

Kinderaugen erschaffen innere Bilder, deren Buntheit, Glanz

und Magie von uns Erwachsenen, oder sollte ich besser

sagen „Verwachsenen“, nur mehr erahnt werden kann.

(Zitat aus dem Vorwort Norbert Kober)



Feedback aus Brixen I :

In Sprache baden - Erstes Erzählen mit Kleinkindern 17.01.2015.pdf



Und was sagt die Presse über meine Erzählkunst:


Schöne Rezension einer Mitmachmärchenstunde vom 24.2.12

Skywalker PDF.pdf


Mittwoch, 15. Februar 2012
STADT UND LANDKREIS MÜNCHEN
PMS
Süddeutsche Zeitung Nr. 38 / Seite R 7
Reden wir über
Geschichten aus
Erzählbaukästen
Helga Gruschka will zwischen den Generationen Brücken schlagen
Das Neuperlacher Bildungslokal will Jung und Alt zusammenbringen und die wunderbare alte Kunst des Geschichten- erzählens und -erfindens aufleben las- sen. Managerin Mareike Ziegler hat da- für die geeignete Expertin gefunden: Die 78-jährige Helga Gruschka (Foto: privat) wird mit ihrem „Erzähl-Baukasten“ kommen.
Wie wurden Sie zur Erzählerin?
Nach einem langen Berufsleben als Apothekerin erfuhr ich im Ruhestand durch Zufall von einem VHS-Lehrgang „Erzählen für Großeltern und andere Leute“, begegnete dem Goldmund-Er- zählverein. Ich war fasziniert von dieser uralten archaischen Kunst. So fing alles an. Ich hatte aber auch eine Großmutter, die mir viel erzählte – und auch meine Kinder haben immer gesagt: „Mutti, Dei- ne Geschichten sind die schönsten.“ Beim professionellen Erzählen habe ich mich frühzeitig den Kindern gewidmet. Ich habe auch ein Buch geschrieben: „Die Geschichtenerfinderwerkstatt“.
Wie kam es zum Kontakt mit dem Bil- dungslokal?
Das weiß ich gar nicht mehr genau. Aber ich bin fasziniert, dass Mareike Ziegler Lehrer, Leute aus dem Alten- und Service-Zentrum und aus dem Ju- gendzentrum Come in an einen Tisch ge- holt hat. Das ist phänomenal.
Geschichten erzählen macht Spaß, aber was hat das mit Bildung zu tun?
Es ist eine Form des informellen Ler- nens, es ist Sprachförderung. Ein Kind muss sich hineinfühlen in den Helden, diese Gefühle in Worte fassen, in eine Sprache, die über die Umgangssprache hinausgeht: Man lernt Sprache. Ge- schichten sind die Mutter aller Lesefreu- den.
Wie ist das Projekt organisiert?
Es gibt am Donnerstag, 16. Februar, 14 Uhr, eine Auftaktveranstaltung für al- le im Bildungslokal am Peschelanger 8. Wir haben dann noch drei Erzählwerk- stätten: In der Werner-von-Siemens-Re- alschule, im Alten- und Service-Zen- trum, in der Jugendfreizeitstätte Come in und im Juli noch eine Abschlussveran- staltung. Das Schöne: Es werden immer alle Generationen vertreten sein. Dieses Pilotprojekt soll auch Brücken schlagen in diesem anonymen Stadtteil. Ich stelle es mir schön vor, wenn eine 75-Jährige mit einem Elfjährigen Abenteuer aus- denkt.
Wie erfindet man eine Geschichte?
Wir orientieren uns an der archai- schen Struktur der Heldenreise. Ich stel- le als Moderatorin Fragen: Es war ein- mal. Eine Gruppe denkt sich den Ort aus, eine andere den Helden. Ob Däumling, König oder Zauberer, er hat einen Her- zenswunsch, den er sich nur an einem an- deren Ort erfüllen kann. Es hilft ihm ein magischer Gegenstand, es hindert ihn ein Gegner wie Riesenschnecke oder Zauber- schlange. Die Teilnehmer haben so viel Phantasie, sich zu überlegen, wie der Held den Gegner austricksen kann. Nur eine Grundregel: keine Waffen, keine To- ten, keine Schießerei.
Und wenn er nicht gestorben ist . . .
Freiwillige präsentieren die Geschich- ten, zu denen es auch Zeichnungen gibt, dem Plenum. Sie müssen keine Angst ha- ben: Ich helfe. Und vielleicht wird aus al- lem ein Buch oder eine Video-CD.
Interview: Renate Winkler-Schlang

November 2011

Inge Graichen
Kienberger Str. 17
83119  Obing
Tel.: 08624/891275
E-Mail: inge.graichen@gmx.de

Finale der Erzählabende
Vier Frauen erzählen ihre Lieblingsgeschichten
Obing (ig). Gudrun Steinack und die befreundeten Erzählerinnen Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen haben mit ihren Geschichtenabenden in Obing eine neue Kultur des mündlichen Erzählens begründet. Bei dem vorläufig letzten gemeinsamen Erzählabend des Quartetts brachten sie recht unterschiedliche Inhalte zu Gehör – denn jede erzählte eine Lieblingsgeschichte.
Erinnerungen an die eigene Kindheit auf der Schwäbischen Alb prägten Gudrun Steinacks Erzählung vom „Flüsteropa“ mit sehr ernstem Hintergrund. Denn der Flüsteropa ist ein fremder alter Mann, den die Nachkriegswirren in das Haus der Familie der kleinen Gudrun geweht hatten. Obwohl er fast blind war, reparierte er die Armbanduhr, die Gudrun kaputtgemacht hatte. „Das Wichtige, das sehe ich immer“, erklärte er dem kleinen Mädchen und das hat begriffen, dass das eine ganz besondere Eigenschaft ist.
Helga Gruschka brachte eine Geschichte zu Gehör, die sie bei einer ihrer Geschichtenerfinderwerkstätten mit Kindern zusammen entwickelt hatte, zusammen mit den Bildern, die die Kinder dazu gemalt hatten. In dieser Geschichte ging es um Flucht und Neuanfang, und über die Überwindung der Angst vor dem Ungewissen.
Heidi Büchele brachte wieder das bayerische Element ein, in einer ganz märchenhaft wirkenden Erzählung, doch mit durchaus moderner Aussage: Die emanzipierte Prinzessin findet keinen Prinzen zum Heiraten, sie muss sich ihren „Zuckermann“ aus Zucker, Mandeln und Gewürzen selber machen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ganz auf dem Boden der Realität befand sich Sigi Reindl mit ihrer Erzählung von Jonas Milchhaut, einem Schreiner mit vielen Talenten und einer tollen erotischen Geschäftsidee, die ihm viel Geld einbrachte, allerdings auch Probleme, die ihn schließlich dazu bewogen, sich ins Ungewisse zu entfernen.
Wer in den Landgasthof „Griessee“ gekommen war, um die Erzählerinnen zu erleben, konnte auch diesmal noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.

20.06.2011
Online-Magazin Chiemgau 24:
Am Samstag bei den Traunsteiner Rosentagen:
Traunstein - Wegen des schlechten Wetters musste leider die Theaterveranstaltung bei den Traunsteiner Rosentagen abgesagt werden. Doch trotzdem hatten die Besucher noch viel Spaß auf dem Fest.
Die "Geschichtenerfinder-Werkstatt" mit der Goldmund-Erzählerin Christa Schmidt-Sanetra, unterstützt von ihrer Kollegin Helga Gruschka von der Goldmund-Erzählakademie, war vielen trotzdem einen Besuch wert.
In Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft Traunstein und dem Studio 16 gestalten die Goldmund – Erzählerinnen Christa Schmidt-Sanetra (Mortimer-English Club) und Helga Gruschka im Rahmen der Traunsteiner Rosentage eine Erzählwerkstatt für ganz junge Erzähler. Kinder ab fünf Jahren lernen hier das ‚Handwerkszeug’, um selbst Geschichten zu erfinden und diese dann auch spannend weiter zu erzählen.
© Karpf


Frau Dr. Graichen schreibt im November 2010:
Inge Graichen
Kienberger Str. 17
83119  Obing
Tel.: 08624/891275
E-Mail: inge.graichen@gmx.de

Von Krisen und Neuanfängen
Erzählabend mit biographischen Geschichten
Obing (ig). Gudrun Steinack und die befreundeten Erzählerinnen Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen haben mit ihren Geschichtenabenden in Obing eine neue Kultur des mündlichen Erzählens begründet. Bei dem schon traditionellen November-Erzählabend im Gasthof „Griessee“ fehlte zwar Sigrid Reindl aus wichtigem familiärem Grund, doch auch in drei Geschichten konnten die Erzählerinnen das Thema „Von Anfang und Ende und von Anfang im Ende“ ausreichend beleuchten.
Gudrun Steinack aus Obing schuf mit ihrer erzählerischen Interpretation vom Beginn des Romans „Gösta Berling“ von Selma Lagerlöf für die Zuhörer einen besonderen Zugang zu diesem Erstlings-Roman der schwedischen Literaturnobelpreisträgerin von 1909. Die Majorin genannte Gutsbesitzerin bewahrt den verkrachten Pfarrer Gösta Berling vor dem Selbstmord, indem sie ihm ihre Lebensgeschichte erzählt – sich dem anderen öffnen und mitteilen ist das Heilmittel für die verletzte Seele und führt zum Neuanfang.
Wie Selma Lagerlöf glauben die Erzählerinnen, die sich in Obing zum Erzählabend treffen, an die Kraft des gesprochenen Worts. Das ist der gemeinsame Nenner der Erzählungen von Neuanfängen – auch wenn die Geschichten wieder einmal sehr unterschiedlich sind. Helga Gruschka setzt sich mit eigenen Kindheitserlebnissen des ebenfalls als Neubeginn zu verstehenden Kriegsendes auseinander, Heidi Büchele trägt eine dramatische Ehegeschichte bei, bei der offen bleibt, ob der untreue Ehemann von seiner Frau im afrikanischen Busch zurückgelassen wird - Geschehnisse die zum Nachdenken anregen, zum Vergleich mit eigenen Lebenssituationen.
Hans Steinack gab den so unterschiedlichen Geschichten mit Klezmer-Klängen auf dem Akkordeon einen stimmungsvollen Rahmen, der es dem Publikum erleichterte, sich ganz auf den jeweils eigenen Charakter des Erzählten einzulassen.
Wer in den Landgasthof „Griessee“ gekommen war, um die Erzählerinnen zu erleben, konnte auch noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.
Bildunterschrift:
Gudrun Steinack hält mit ihren Erzähler-Kolleginnen die Kunst des mündlichen Erzählens lebendig


Die Stadtschreiberin Pècs/Fünfkirchen schreibt am Mittwoch, den 29.09.2010:

"Tausendundeine Geschichte
Erzählen ist eine Kunst.

Welche Zutaten dabei süchtig machen, zeigten die beiden Profi-Erzähler Helga Gruschka und Norbert Kober am Dienstagabend im Lenau-Haus.

Mal augenzwinkernd, dann mäandernd, sich verzweigend, ins Blaue springend und - sprichwörtlich - mit Händen und Füßen trugen die beiden Münchner ihre Geschichten vor.

So mitreißend, dass ich fast vergessen hätte, zu fotografieren."

25.03.10 Trostberg
Dr. Inge Graichen
Kienberger Str. 17
83119  Obing
Tel.: 08624/891275
E-Mail: inge.graichen@gmx.de

Neue Kultur des mündlichen Erzählens
Bekanntes und Unbekanntes in neuem Ambiente
Obing (ig). Gudrun Steinack und die befreundeten Erzählerinnen Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen haben mit ihren Geschichtenabenden in Obing eine neue Kultur des mündlichen Erzählens begründet und zeigten auch im neuen Ambiente des Gasthofs „Griessee“, dass diese besondere Form der Darbietung von Bekanntem und Unbekanntem, von nachdenklich Stimmendem und Amüsantem dem Publikum einen besonderen Zugang verschafft zu Vorgängen, die man zu kennen glaubt – aus Literatur und Oper oder gar aus der Bibel, aber auch aus dem eigenen alltäglichen Leben.
Gudrun Steinack aus Obing stützte sich auf die differenzierte Interpretation des alttestamentlichen Geschehens um Josef und Mut-em-enet, die Gattin des Potifar im alten Ägyten, in der Thomas Mannschen Version, um das bekannte Bild von der bösen Verführerin zurechtzurücken und die menschliche Tragödie der jungen Frau bewusst zu machen, deren Gatte zur Liebe unfähig ist.
Die mittelalterliche Legende von Gralsritter Lohengrin und Elsa von Brabant inspirierte Helga Gruschka zu einer Erzählung über die Liebe, ihre Kraft und ihre Gefährdung. Anders als in Richard Wagners Oper genießen Elsa und Lohengrin einige Jahre die Früchte ihrer Liebe, haben Kinder miteinander. Und nachdem Lohengrin sie wegen ihres mangelnden Vertrauens verlassen muss, nimmt Elsa ihr Leben als Herrscherin des ererbten Herzogtums selbst in die Hand, zwar freudlos, aber gerecht, weise und tatkräftig. Überirdische Liebe auf die Erde zurückgeholt, in ein Leben, wie es auch heute noch verlaufen könnte.
Heidi Büchele bringt eine andere Komponente des mündlichen Erzählens ein – so zu reden wie im täglichen Leben, in der bairischen Sprache, wie bei einem Ratsch unter Nachbarn. Auch hier geht es um die Liebe, allerdings um die eines recht unheiligen Hallodri, des Viehhändlers und Schmusers Max, der die echte Liebe kennen lernt, doch zu lange zögert, sie in sein Leben herein zu lassen.
Am nächsten kam Sigi Reindl dem Motto des Abends – von Heiligen und Unheiligen – mit ihrer Erzählung von einem nur vorgeblichen Heiligen. Aber eigentlich steht im Mittelpunkt eine Frau, die dem Betrüger zunächst auf den Leim geht, durch die Auseinandersetzung aber zu einer neuen Haltung gegenüber ihrer Familie findet, weniger von Angst geprägt. Durchaus eine Moral von der Geschicht’ also, aber unterhaltsam verpackt in eine spannende Handlung, von der Erzählerin mit vielen schauspielerischen Elementen geschmückt.
Mit Hans Steinack am Klavier hatten die vier Erzählerinnen eine stimmungsvolle musikalische Begleitung, die es dem Publikum erleichterte, sich ganz auf diese nachdenklichen Geschichten einzulassen.
Wer in den Landgasthof „Griessee“ gekommen war, um die vier Erzählerinnen zu erleben, konnte auch noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.

Chiemgauer Rundschau

Erzählungen über das menschliche Zusammenleben      
Geschrieben von: Inge Graichen  
Montag, 30. März 2009 um 00:00

Geschichtenabende mit Tradition im Obinger Cafe Laube.

Obing. Grundfragen menschlicher Existenz berührten Gudrun Steinack aus Obing, Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen in ihren Erzählungen über Freundschaft und menschliches Zusammenleben bei ihrem schon Tradition gewordenen Geschichtenabend im Obinger Cafe Laube. Gudrun Steinack, Heidi Büchele und Sigi Reindl schlugen eher ernste Töne an, nur Helga Gruschka verbreitete von Anfang an eine optimistische Grundstimmung. Im Zusammenspiel unterschiedlicher Erzählweisen und Blickwinkel wurden die Zuhörer zum Nachdenken angeregt und saßen danach noch einige Zeit zusammen, um das Gehörte zu reflektieren.

Märchenhafter Elemente bediente sich Heidi Büchele. Eine Pappel und eine Trauerweide, die eigentlich in Bäume verwandelte Menschen sind, erzählen die traurige Geschichte einer unglücklichen Liebe, die am Unterschied der sozialen Herkunft scheitert. Doch immerhin als Pappel und Weide erkennen die Liebenden, dass sie zusammengehören.

Die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Nachbarn in Sigi Reindls Erzählung wird erst nach dem plötzlichen Tod des einen real. Gudrun Steinack begibt sich auf den Spuren von Leo Tolstoi in die unwirtlichen Weiten Russlands im Winter, in denen der Kaufmann Wassilij Petrowitsch seinen Knecht Nikita mit dem Einsatz seines eigenen Lebens vor dem Erfrieren rettet. Der Herr, dessen ganzes Streben auf die Vermehrung seines materiellen Wohlstands gerichtet war, erkennt nun, dass er, um Mensch zu sein, für den anderen da sein muss und erfährt dieses Bewusstsein als großes Glück.

In »So zärtlich war Suleyken« von Siegfried Lenz hatte sich Helga Gruschka ebenfalls eine literarische Vorlage gesucht für ihre Darstellung eines ländlichen Lebens, in der die Fahrt in die nächste Stadt ein so herausragendes Ereignis war, dass sie nur durch die Mithilfe der Dorfgemeinschaft bewältigt werden konnte. Wenn dann fast das ganze Dorf reist, ist das ein tolles Erlebnis, an dem die Reisenden noch lange ihr Vergnügen haben – und auch die Zuhörer.

Mit Hans Steinack am Klavier hatten die vier Erzählerinnen eine stimmungsvolle musikalische Begleitung, die es den Zuhörern erleichterte, sich ganz auf diese nachdenklichen Geschichten einzulassen.

Wer ins Cafe Laube gekommen war, um die vier Erzählerinnen zu erleben, konnte auch noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.


Bild Obing.pdf

Wiesbadener Kurier

Eppstein
Ein Gegenspieler macht die Geschichte erst richtig spannend

10.11.2008 - BREMTHAL

Helga Gruschka kam zum "Brücken bauen" in die Emmaus-Gemeinde

uwi. Geschichten erfinden, das ist etwas, was die Generationen vereinen kann. Diese Erfahrung war am Freitag und Samstag in der Emmaus-Gemeinde zu machen. Auf Einladung der Gruppe ,,Brücken bauen" innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde war die Gechichtenbaumeisterin Helga Gruschka aus München zu Gast. Kinder wollten ebenso dabei sein wie die ältere Generation, um zu erfahren, wie Geschichten entstehen und wie man sie spannend erzählen kann. Helga Gruschka ist selbst Ruheständlerin und hat nach ihrem Berufsleben als Apothekerin in der Erzähl-Akademie Goldmund eine Ausbildung zur Geschichtenerzählerin gemacht. Danach hat sie den ,,Geschichtenbaukasten" entwickelt und reist seitdem durch die Lande, um zum Erfinden phantastischer und abenteuerlicher Erzählungen zu animieren. Phantasie ist dabei nur die Grundvoraussetzung, ansonsten müssen einige Regeln beachtet werden, damit nachvollziehbare und kontrastreiche Handlungsabläufe entwickelt werden, machte sie den großen und kleinen Leuten in ihrem Workshop klar. Da muss man sich entscheiden, wo die Geschichte spielt, wer der Held ist, was ihn antriebt, welche magischen Gegenstände ihm helfen. ,,Richtig spannend wird es aber erst, wenn ein Gegenspieler auftaucht und den Hauptdarsteller am Erreichen seiner Ziele hindert", vermittelte Helga Gruschka auf warmherzige Art ihren gespannt lauschenden Zuhörern. Die sahen sich dann unvermittelt als literarische Akteure, denn die genannten Grundbedingungen wurden sogleich mit Inhalt gefüllt. Dabei half ein Zettelkasten, der zur Erfindung von Personen, Orten und Handlungen verschiedene Vorschläge machte. Und bei der Emmaus-Gemeinde blühte die Phantasie. Eine Erdbeerinsel wurde zum Schauplatz für das Abenteuer eines Koboldes, der seine schöne Verwandte besucht und dabei noch einen Schatz finden möchte. Zwar steht ihm eine Zaubernuss und ein gelbes U-Boot zur Verfügung, aber es kommt auch ein wilder Seeräuber mit ins Spiel, der dem glücklichen Ausgang dieser Geschichte im Weg steht. ,,Wir könnten doch Beatles Musik und zwar ,Yellow-Submarine dazu spielen", entwickelte eine Seniorin schnell dazu noch eine dramaturgische Begleit-Idee. Beispielgebend stand dieser Einwurf für die entspannte Atmosphäre, in der unzensiert, aber nicht ohne Regeln, frei fabuliert wurde. Zu den Geschichten wurde dann gemalt und mit Hilfe eines kleinen Karton-Theaters erhielt die Erzählung dann auch noch szenischen Charakter. Am Freitag wurde gemeinsam mit Kindern in der Erzählwerkstatt gearbeitet, am Samstag trafen sich rund 20 Erwachsene, um für Kinder Geschichten zu erfinden. Nur noch in jeder vierten Familie würden Geschichten erzählt, bedauert Helga Gruschka. Ihr Erfolg, der auch durch ein Buch, das sie gemeinsam mit Sylvia Englert zum Geschichten-Erfinden geschrieben hat, untermauert wird, lässt aber vermuten, dass es dafür ein Bedürfnis gibt. Die vielen glücklichen Gesichter in Bremthal zeugten davon, dass zumindest hier das Erzählen wiederbelebt wurde.

Inge Graichen:

Eine neue Kultur des mündlichen Erzählens

Geschichtenabende mit Tradition im Obinger Cafe Laube

Obing (ig). Wenn es im November früh dunkel wird, ist die beste Zeit um die alte Tradition des Geschichtenerzählens wieder aufleben zu lassen. Gudrun Steinack aus Obing, Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen hatten wieder einmal zu einem besinnlichen Abend im Cafe Laube in Obing geladen mit wunderlichen und wunderbaren Geschichten aus verschiedenen Kulturkreisen unter dem Motto „Schatten und Licht“. Dass die vier Erzählerinnen schon ein wenig eine neue Kultur des mündlichen Erzählens begründet haben, zeigte die zahlreiche Zuhörerschaft, in der treue Fans sich mit Neugierigen mischten, die diese besondere Form der Darbietung von Unterhaltsamem und Nachdenklichem erst kennen lernen wollten. Der große Vorteil des Erzählabends außerhalb der eigenen Mauern gegenüber der Fernsehstunde auf dem heimischen Sofa, aber auch dem dunklen Kinosaal: Es entsteht Kommunikation – Kommunikation zwischen Erzähler und Zuhörern, aber auch zwischen den Zuhörern. Deshalb wird die selbe Geschichte immer anders, je nach Publikum. Und wenn da ein kleines Mädchen, das mit den Eltern mitgekommen ist, bei den Geschichten für Erwachsene plötzlich Angst bekommt, malt Helga Gruschka die schrecklichen Ereignisse im chinesischen Wald des Schlangengeistes eben nicht so detailgetreu aus.

Bei Helga Gruschka wie bei Gudrun Steinack ging es um die Schwierigkeiten, die durch das Zusammentreffen von liebenden Menschen mit Wesen aus einer anderen Welt entstehen, sei es das Mädchen aus dem verwunschenen Wald, sei es die schöne Meerjungfrau, die ein irischer Fischer in seinem Netz fand. In beiden Fällen endete der Konflikt mit dem Tod der Hauptfiguren, die dennoch in Bäumen oder Blumen weiterlebten und ein Zeichen der Hoffnung gaben – Gudrun Steinack hatte sich im Übrigen den Stoff für ihre Erzählung von Oscar Wilde geholt, der am Ende des 19. Jahrhunderts vom Geist der Ironie verzauberte und doch tiefsinnige Kunstmärchen geschrieben hat.

Heidi Büchele aus Brannenburg bediente sich der Bildhaftigkeit des Bayerischen für ihre Geschichte von einem Gauner und seinem Schutzengel; sie verdeutlichte das Geschehen mit Bildern, die den Moritatensängern ländlicher Jahrmärkte früherer Zeiten nachempfunden waren.

Die jüngste der Geschichtenerzählerinnen Sigi Reindl leitete ihre Erklärung von der Entstehung des Mondes und der Sterne mit einer modernisierten Fassung der Schöpfungsgeschichte, des Sündenfalls und der Vertreibung aus dem Paradies ein – köstlich, wie der Herrgott über seinen „Produktfehler“ Eva wettert und nun die Konsequenzen tragen muss. Und dass es im Paradies in der Nacht stockfinster war, ist doch auch eine wichtige Erkenntnis.

Wer ins Cafe Laube gekommen war, um den vier Erzählerinnen zuzuhören, konnte auch noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.




Stadt der Maulwürfe, am 20. 06. 08 die SZ unter Tipp des

Tages zur 850-Jahr-Feier:

..............."Wie interessant auch dieser Stadtteil (Neuperlach)

sein kann, zeigt die Spielstadt Maulwurfshausen. Dort ist am Freitag

um 16 Uhr die Uraufführung der "Münchner G`schichtn" zu hören, die

sich Kinder aus Helga Gruschkas Geschichtenwerkstatt zum

Stadtgeburtstag ausgedacht haben. So lässt sich das Jubiläum

auch feiern - ohne Bierbuden und Werbebanner, aber mit viel

Phantasie. Internet www.neuperlach.info/spielhaus


„Besser als Fernsehen“

Geschichtenabend im Obinger Cafe Laube

„Besser als Fernsehen“ war die Meinung vieler Zuhörer beim Geschichtenabend im Cafe Laube, zu dem Gudrun Steinack aus Obing, Heidi Büchele aus Brannenburg, Helga Gruschka aus München und Sigi Reindl aus Mörmoosen zum wiederholten Male eingeladen hatten. Die Geschichten – in erster Linie - für Erwachsene enthalten in zugespitzter Form eine tiefe Wahrheit, die dennoch auf sehr unterhaltsame Weise transportiert wird. Manchmal nähert sich die Erzählung einer szenischen Darstellung an, die Erzählerin versetzt sich mit aller Kraft in alle handelnden Personen. Dadurch entsteht Kommunikation – Kommunikation zwischen Erzähler und Zuhörern, aber auch zwischen den Zuhörern. Ein unbestreitbarer Vorteil des Erzählabends außerhalb der eigenen Mauern gegenüber der Fernsehstunde auf dem heimischen Sofa. Und wer ins Cafe Laube gekommen war, um den vier Erzählerinnen zuzuhören konnte auch noch anderen Menschen helfen, denn statt Eintritt zu bezahlen konnte man für das Schul-Projekt Gumyoko im Nordosten von Ghana in Westafrika in einer ganz armen Region nahe der Sahel-Zone spenden.

Inspiriert vom Frühling widmeten sich Heidi Büchele, Helga Gruschka, Sigrid Reindl und Gudrun Steinack in ihren Erzählungen der Liebe und den heiteren Seiten des Lebens, ohne die dunkleren zu verschweigen. Gudrun Steinack schöpfte aus dem Fabelschatz der Heimat ihrer Kindheit, der Schwäbischen Alb. Der Sage nach wohnte im Blautopf, dem unergründlichen Quellsee der Blau bei Blaubeuren, die schließlich in die Donau fließt und damit in direkter Verbindung zum Schwarzen Meer steht, die schöne Lau. Die Wasserfrau aus dem Schwarzen Meer war von ihrem Gemahl, dem dortigen Wasserkönig, verbannt worden, weil sie nicht lachen konnte und deshalb nur tote Kinder zur Welt brachte. Ihre Schwermut wird geheilt durch die Freundschaft mit der Wirtin des „Nonnenhofs“ und deren Kindern. Die stehen mit beiden Beinen im Leben und schaffen es schließlich ganz einfach, die Lau zum Lachen zu bringen.

Auch Helga Gruschka stellt eine starke Frau in den Mittelpunkt ihrer Erzählung – Semiramis von Babylon, deren hängende Gärten zu den sieben Weltwundern des Altertums gehören. Nur durch Klugheit und Willenskraft schafft sie den Weg vom ausgesetzten Kind zur Königin. Bei Sigi Reindl ging es um die Liebesbeziehung eines Mannes zu seiner Mandoline, die auch der Tod nicht außer Kraft setzen kann. Den engsten Bezug zum Frühling hatte die Erzählung Heidi Bücheles: Sie verfolgte den Lebensweg einer Raupe mit allen Gefahren und Widrigkeiten – doch am Ende steht die Verwandlung in den wunderschönen Schmetterling, dessen gaukelnder Flug uns Menschen den Frühling verkündet.

Eine Neuigkeit und Bereicherung gab es bei diesem Frühlings-Erzählabend: Zwischen den Geschichten trug Tommy Gratzl von der „Kitchen House Band“ aus Tüßling bekannte und eigene Lieder zur Gitarre vor, unterstützt von Sigi Reindl, die ein weiteres – ihr gesangliches – Talent bewies.

Mit Sigi Reindl und Tommy Gratzl könnte es schon bald eine neue Begegnung geben – zusammen mit der Kitchen House Band treten sie am Samstag, den 5. April, beim „John“ in Obing auf. Und auch die Erzählerinnen werden noch in diesem Jahr am 18. November, wieder Station in Obing im Cafe Laube machen



Bitter-süße Bluesgeschichten
Ein entspannender Abend mit Musik und Erzählkunst Die Heiterkeit des Südens im roten Salon: Literatur und Musik gingen bei einer Abendveranstaltung der „Münchner Erzähltage“ in der Tertianum Residenz München jüngst eine gelungene Symbiose ein. Die Gäste waren begeistert von den Geschichten der Erzählerin Helga Gruschka und den beschwingten Werken des Komponisten und Musikers Matthias Heiligensetzer am Klavier.Unter dem Titel „Boogie, Blues und Geschichten“ hatten die beiden  ein gekonntes Programm zusammengestellt, in dem Erzählungen und Musik zu einem anregenden und entspannenden Abend verwoben wurden.

So stimmte der„Sweet Blues“, eine Eigenkomposition von  Heiligensetzer, auf den afrikanischen Kontinent und seine große Märchentradition ein. Helga Gruschka erzählte die spannende Geschichte von Manjussa, einer Hochzeitstänzerin, deren Liebe einer harten Prüfung unterworfen wird. Ausgelöst durch einen bösen Fluch hatte sich der geliebte Mann in eine siebenköpfige Schlange verwandelt. Die Zuhörer erlebten eine starke Frau, die viel Geduld braucht, um am Ende ihren Ehemann wieder als Mensch in den Armen halten zu können.

 

Matthias Heiligensetzer zauberte am Klavier mit seinen Blues-Stücken die Leichtigkeit des Südens, das Heitere und Bitter-Süße herbei, bevor Helga Gruschka sich erinnerte, wie sie im Jahr 1944 im Radio zu ersten Mal einen Piano-Blues gehört hatte. Und dann hörten die Gäste die Geschichte von Deliah, die Pianistin werden will. Deliah lernt in Harlem den Maler Joe kennen. Beide träumen von einem Leben für die Kunst,

wenn da nicht die Geldsorgen wären.

 

Finanzielle Nöte hatte der Käufer einer Lokomotive offenbar nicht, von dem die Erzählerin ebenfalls zu berichten wusste.

Der heiter-absurde Spontankauf, hervorgegangen aus einer abendlichen Wirtshauslaune, sorgte bei den Zuhörern für großes Schmunzeln, während noch die letzten Rhythmen des Honky Tonk Train Blues von Matthias Heiligensetzer den Raum erfüllten. Natürlich passte die Lokomotive, die noch in der gleichen Nacht geliefert wurde, nicht ganz in die Garage.

Und es stellt sich heraus, dass nicht alles mit legalen Mitteln abgelaufen ist.

 

Der rote Salon des Tertianum bildete mit seiner Eleganz und Intimität den idealen Ort für diese gelungene Premiere im Rahmen der 2. „Münchner Erzähltage 2006“.

Autorin: Iris Eggenhofer

 

 


Während der Mulitour 2006 der fahrenden Mundwerker:

 Südd. Zeitung 30.08.06

Wo eine Gnomide auf den Fliegenfreund trifft.

Erzählerin Helga Gruschka baut Geschichten mit ihren kleinen Zuhörern in der Stadtbibliothek.

Wolfratshausen.

Eines besseren belehrt wurde, wer die Geschichte vom Rattenfänger zu Hameln bisher für ein Märchen gehalten hat. Zum Auftakt der Kindererzählwerkstatt marschierten Michael Klute und Norbert Kober mit Flöten und Handtrommel durch

den Garten der Stadtbibliothek Wolfratshausen. Im Gefolge 25 Kinder, die eine Geschichte hören wollten.

Genau richtig sind sie da bei der ausgebildeten Erzählerin Helga Gruschka. Mit musikalischer Unterstützung ihrer Kollegen von der Erzählakademie Goldmund in München läßt die pensionierte Apothekerin die Bibliothek zum Zauberwald werden. Hunde mit drei Köpfen und verwunschene Prinzen, das ist alles nichts Neues für die Märchenexperten. Aber was eine Gnomide ist,

muß Gruschka schon genauer erklären. Mit geschlossenen

Augen und dem Ton einer Klangschale im Ohr können sich die Kinder besser vorstellen, wie ein weiblicher Gnom wohl aussieht. „Für die Kinder ist es wunderschön, mal eigene Bilder im Kopf zu haben“, erklärt Helga Gruschka. Fernab von Fernsehen und Kino spielt die Geschichte, die sie den vier- bis zehnjährigen Teilnehmern der Ferienpassaktion erzählt. –„zu einer Zeit, als es noch keine Autobahn in Wolfratshausen gab“-. Im zweiten Teil der Kindererzählwerkstatt müssen die Eltern

auf die Kinderstühle, denn mit dem Erzählen sind jetzt die Kleinen dran.

Weil Helga Gruschka nicht nur eine Geschichtenerzählerin sondern auch eine Geschichtenbaumeisterin ist, hat sie natürlich immer ihren Baukasten dabei. Aus ihm lost die mit ihren vier Jahren jüngste Dichterin Carolin die für das Märchen wichtigsten Angaben. „Wo, wer, was will der Held, wenn man diesem uralten mythischen Konzept folgt, wird jede Geschichte was“, weiß Helga Gruschka, die sonst hauptsächlich kranke Kinder in der Klinik mit ihren Geschichten aufheitert. Stück für Stück konstruieren die jungen Erzähler das Märchen vom Fliegenfreund, der mit seinem Tiger Igor auszog, um für den Kobold Zitronen zu holen. Höhepunkt und Abschluss bildet das gemeinsame Erzählen, bei dem jedes Kind an den Kamishibai, das japanische Tischtheater herantreten darf und eine Szene erklärt. „Nie kommt dieselbe Geschichte raus“, sagt Gruschka. Total stolz seien die Kinder auf ihr Werk. „Wir wollen jedes

Kind glücklich nach Hause schicken!“

fla.


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